











SCHEUNE ZU WOHNHAUS | UMBAU | 2024
Vermutlich im 18. Jahrhundert errichtet, repräsentiert die Scheune zusammen mit dem bestehenden Wohnhaus ein Kulturdenkmal. Beim Umbau zum Wohnhaus sollte der Scheunencharakter erhalten bleiben. Dafür wurden zunächst die Anbauten aus den 1960er-Jahren größtenteils abgebrochen, somit die Scheune freigestellt und zugleich der Hof wieder nutzbar gemacht.
Sämtliche unbeschädigten Wände und Decken wurden erhalten, inklusive der Dachkonstruktion. Lediglich die Traufe auf der Gartenseite wurde erhöht: Mithilfe von Aufschieblingen wurde das Dach aufgeklappt und ein Fensterband oberhalb der Wand eingefügt. So kann die neu eingedeckte Dachfläche geschlossen bleiben und der Spielflur im Obergeschoss wird dennoch mit Tageslicht geflutet. Gleichzeitig sind die historischen Sparren im Raum erlebbar.
Der größte Eingriff auf dieser Seite war die neue Öffnung im künftigen Essbereich, optisch angelehnt an die bisherige Durchfahrt vom Hof zum Garten. Auf der Hofseite wurden in die bestehenden Öffnungen im Erdgeschoss sowie in die Holzkonstruktion im Obergeschoss neue Fensterelemente integriert. Sowohl innen als auch außen sind originale Bruchsteinwände sichtbar; zusätzlich wurde im Innern eine zweite Wand aus dämmenden Ziegeln vor den Außenwänden errichtet.
Mit exakt geplanten Details sowie einer neuen Photovoltaikanlage auf dem Dach und der Versorgung über die im bestehenden Wohnhaus frisch eingebaute Pelletheizung wurde der Status eines KfW-Effizienzhauses 55 EE erreicht.
Fotos: Sennrich & Schneider