Architekturworkshop in Hamburg

acc-Workshop in Hamburg: Unsere Studentin durfte noch vor Studienabschluss teilnehmen!

Julia, unsere Studentin im Studiengang Architektur Dual, hat es geschafft. Sie hat – noch vor ihrem Abschluss in Architektur – einen der begehrten Plätze in einem acc-Workshop bekommen und erfolgreich absolviert.

Insgesamt waren es 16 Teilnehmer, acht Chinesen und acht Europäer, die in 4er Gruppen einen Entwurf für eine europäische Kunstakademie, die „Académie Européenne Méditerranée“, an der Côte d´Azur, ausarbeiten durften. Jede Gruppe bekam einen Tutor an die Seite gestellt, der täglich überprüfte was die Nachwuchskräfte geleistet haben. Ein Mal pro Woche wurde eine Zwischenpräsentation vor Professor Meinhard von Gerkan gehalten. Insgesamt dauerte der Workshop drei Wochen, wovon die Gruppe drei Tage an die Côte d´Azur reiste, um sich in die Landschaft einfinden zu können. Die Endpräsentation fand am Ende des Workshops im GMP-Gebäude in Hamburg statt, wo die Entwürfe im Anschluss an den Workshop ausgestellt wurden.

Der Workshop| Entwicklung eines zeitgemäßen Architekturentwurfs der Mittelmeerakademie „European Art School“ an der Côte d´Azur.

Die aac| Academy for Architectural Culture (aac) ist eine private und gemeinnützige Einrichtung, die von den Architekten von Gerkan, Marg und Partner ins Leben gerufen wurde. Mit Forschungsstudien und Intensivkursen widmet sich die aac ganzjährig der Lösungsfindung von relevanten architektonischen Fragestellungen, die von angehenden Architekten in Workshops bearbeitet werden.1
Durch die Teilnahme an einem aac Workshop erhalten begabte Architektur-Absolventen die Chance Projekte zu bearbeiten und damit wertvolle Zusatzqualifikationen zu erwerben.

Ausstellung der Workshop-Ergebnisse im GMP-Gebäude Hamburg

Die Bilder zeigen Entwürfe und Illustrationen, an denen Julia König mitgearbeitet hat

Die Hintergründe & Geschichte| In den 30er-Jahren entwickelten Architekten und Künstler unter der Federführung von Hendricus Theodorus Wijdeveld und Eric Mendelsohn die Idee einer europäischen Mittelmeerakademie in Cavalière, Côte d‘Azur. Beteiligt waren u. a. Albert Einstein, Paul Valery, Frank Lloyd Wright und Igor Strawinsky.

Vergleichbar mit dem Dessauer Bauhaus sollten hier verschiedene Disziplinen aus den Bereichen Architektur, Kunst, Musik, Film und Tanz gelehrt werden. Dieses ehrgeizige Projekt scheiterte aus unterschiedlichen Gründen. Die Konzeption und die Philosophie, die dahinterstanden, sind hingegen bis heute aktuell. Warum Europa oder eine europäische Akademie? Der europäische Gedanke bzw. die Infragestellung desselben ist zu einem der bedeutenden politischen Themen der Gegenwart geworden. Brexit, Grexit und das Aufleben europa-feindlicher Positionen in der internationalen Politik scheinen heute dem europäischen Gedanken zu widersprechen.

Die aac möchte mit Entwürfen für eine Neuinterpretation der in den 30er-Jahren erträumten „Académie Européenne Méditerranée“ den Glauben an ein gemeinsames Europa und die Verbundenheit der gemeinsamen Tradition zelebrieren und der überlieferten Vision Bilder von zeitgemäßen Architekturentwürfen zur Seite stellen.
Die Aufgabenstellung beinhaltete somit die konzeptionelle und architektonische Auseinandersetzung mit der europäischen Idee, unter Berücksichtigung der Leitthemen Begegnung, Kommunikation, Ideenaustausch und Lehre.

Die „European Art School“ soll aber nicht nur die unterschiedlichen Nationalitäten vereinen, sondern auch den bereits in den 1920er-Jahren entwickelten Gedanken des interdisziplinären Lernens in einer Kunstakademie wieder aufgreifen und die Vielfältigkeit der verschiedenen Disziplinen aufzeigen und integrieren, sodass das Thema Einheit in der Vielfalt auch hier besondere Berücksichtigung erhält.
Die neu zu planende Mittelmeerakademie „European Art School“ soll den in den 1920er-Jahren entwickelten Gedanken des interdisziplinären Lernens in einer Kunstakademie wieder aufgreifen. Eine Kunstschule mit einem weitgefächertem interdisziplinären Kursangebot mit angegliedertem Studentenunterkünften und Unterbringung des Lehrpersonals war zu entwerfen. So wurde auch für die Bearbeitung der Aufgabe das Grundstück verwendet, welches bereits in den 1930er-Jahren für die Akademie gekauft wurde. Es liegt in Cavalière, ein kleiner Ort an der Côte d´Azur, ca. 24 km östlich von Hyères und 20 km westlich von Saint-Tropez. Der Ort erstreckt sich von der Küste bis weit in die Berge hoch. Das Grundstück befindet sich ca. 1,5 km vom Meer entfernt.2